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Im Rahmen einer umfangreichen Untersuchung in insgesamt 74 Klassen
der 4., 6. und 8. Schulstufe mit 1674 Schülern wurde der Zusammenhang
zwischen der sozialen Stellung der Schüler in der Klasse und den
schulischen Leistungen sowie dem Sozialverhalten untersucht. Sowohl
die Schüler als auch die Lehrer und die Eltern wurden um ihre Einschätzungen
gebeten. Es zeigte sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen den
schulischen Leistungen und dem sozialen Status, dessen Enge mit
der Schulstufe abnahm. Schüler mit schwachen Leistungen unterschieden
sich von besseren Schülern nicht nur in der Wertschätzung schulischer
Leistungen, sondern vor allem in der Häufigkeit gemeinsamen Lernens
mit ihren Mitschülern. Sie wiesen auch eine geringere Motivation
auf, etwas für die Klasse zu tun und zeigten weniger pro-soziales
Verhalten. Nach den Angaben der Mitschüler und Lehrer, nicht aber
nach ihren eigenen Angaben, waren schwache Schüler häufiger in aggressive
Auseinandersetzungen verwickelt, wobei dies sowohl für die Rolle
des Täters als auch für jene des Opfers galt. Nicht nur die soziometrischen
Maße zeigten eine schlechtere Integration in die Klassengemeinschaft,
auch die Selbsteinschätzung weist darauf hin, dass sie weniger integriert
und infolgedessen auch einsamer sind. Seitens der Lehrer und Eltern
werden sie öfter als aufmerksamkeitsgestört, aber auch als weniger
folgsam bezeichnet. Zudem berichteten sowohl die Eltern und Lehrer
als auch die schwachen Schüler selbst von emotionalen Belastungen
und häufigen depressiven Verstimmungen. Es wird dafür plädiert,
den Beziehungsschwierigkeiten und der mangelnden sozialen Integration
schwächerer Schüler mehr Aufmerksamkeit zu schenken und ihre Integration
aktiv zu fördern.
Schlüsselwörter: Verhaltensstörungen, sozialer Status, Schulleistungen,
Einsamkeit, Depression, soziale Motivation.
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The interrelatedness of school achievement, social status and social
behavior in the classroom.
In a large survey of 74 classes at the 4th, 6th and 8th grade level
with 1674 students the interdependence of social status and academic
achievement level as well as differences in the social behavior
were studied. Students, teachers and parents were asked for their
judgements. A considerable correspondence between the academic achievement
and the social status could be observed, the strength of this association
declined with increasing grades. Students with poor achievement
differed not only in the appreciation of academic achievements,
but also in the frequency of shared learning experiences with peers.
They also had less motivation to engage in activities for their
class and showed less prosocial behavior. According to their peers
and teachers, but not to their own judgement poor achievers were
more involved in aggressive interactions as victims as well as aggressors.
Not only the sociometric measures showed a poorer integration in
the class, but also according to their own opinion they were less
integrated and felt lonelier. Teachers and parents rated them often
as attention disordered, and as less obedient. Parents and teachers
as well as poor achievers themself indicated more emotional burden
and especially depressed mood. It is argued that the relationship
difficulties and the deficient social integration of students with
poor achievement need more attention and a greater effort should
be made to increase their social integration.
Keywords: Behavior disorders, social status, school achievement,
loneliness, depression, social motivation.
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