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Das I/E-Modell ("Internal/External Frame of Reference Model") von
Marsh (1986) postuliert, dass Schülerinnen und Schüler neben sozialen
Vergleichen ihrer Leistungen mit den Leistungen von Mitschülern
dimensionale Vergleiche der eigenen Leistungen in einem Fach mit
den Leistungen in einem anderen Fach anstellen. Diese Vergleiche
führen dazu, dass z.B. Schüler mit sehr guten Leistungen in Mathematik
ihre verbalen Fähigkeiten unterschätzen. Gegenstand dieser Untersuchung
mit N=270 Schülerinnen und Schülern ist die Frage, ob das I/E-Modell
auch für lernbehinderte Schüler gilt. Die Ergebnisse der Analysen
unterstützen die Annahme der Übertragbarkeit des Modells: Es zeigten
sich positive Zusammenhänge zwischen den Leistungen in Deutsch und
Mathematik. Dagegen waren das verbale und das mathematische Selbstkonzept
nahezu unkorreliert. Pfadanalysen ergaben darüber hinaus positive
Effekte der Leistungen auf die korrespondierenden fachbezogenen
Selbstkonzepte und negative Effekte der Fachleistungen in einem
Fach auf die akademischen Selbstkonzepte im anderen Fach. Aus diesem
Ergebnismuster wird die Generalisierbarkeit der Annahmen des I/E-Modells
für lernbehinderte Schüler abgeleitet.
Schlüsselwörter: Selbstkonzept, Vergleichsprozesse, I/E-Modell,
Lernbehinderte
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Achievement and self-concept of students with learning disabilities
The internal/external frame of reference (I/E) model by Marsh (1986)
beside social comparisons with class mates assumes intraindividual
dimensional comparisons in which students compare their own achievements
in one subject with their achievements in other subjects. These
comparison processes should lead to negative paths from achievement
in one subject (e.g. math) on self-concept in another subject (e.g.,
verbal domains). Within this study with N=270 students, we investigated
the generalizability of the I/E_model to students with learning
disabilities. Analyses showed positive correlations between math
and German achievements and positive effects of both achievements
on the corresponding domain-specific self-concepts. Verbal and math
self-concepts were almost uncorrelated. More important, there were
negative effects from achievement in one domain on self_concept
in the other domain. Therefore, the I/E model is generalizable to
students with learning disabilities.
Keywords: comparison processes, self-concept, I/E model,
students with learning disabilities
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