|
Die rational-emotive Erziehung (REE) gilt als eine effektive Methode,
um Schülern dabei zu helfen, mit Entwicklungsrisiken, krisenhaften
Lebensereignissen und kleinen Alltagswidrigkeiten konstruktiv umzugehen.
Sie geht von einer engen Beziehung zwischen Kognitionen und emotionalen
Reaktionen aus und nimmt an, dass psychische Störungen mehr durch
absolutistische Forderungen an die eigene Person, die Welt und andere
Menschen verursacht werden, als durch ungünstige äußere Ereignisse.
Dementsprechend versucht sie, mittels strukturierter, anschaulicher
und erfahrungsbetonter Unterrichtsstunden, bei Schülern undogmatische,
rationale Einstellungen aufzubauen. In der vorliegenden Arbeit wird
überprüft, inwieweit die REE auch bei jungen Menschen mit Lernbehinderungen
erfolgreich angewendet werden kann. Die Ergebnisse einer Evaluationsstudie
mit 57 Kindern und Jugendlichen einer Schule für Lernbehinderte
(Regressions-Diskontinuitätsdesign) sprechen sowohl für einen globalen
Trainingseffekt als auch für einen Lernzuwachs unter individueller
Bezugsnorm. .
Schlüsselwörter: Risikobelastung unter Schülern mit Lernbehinderungen,
Rational-emotive Erziehung, Trainingsevaluation, Regressions-Diskontinuitätsdesign
|
The efficacy of rational-emotive education with slow learners.
Rational-emotive education (REE) is considered to be an effective
method to help pupils cope with developmental risks, critical life
events and daily hassels in a constructive way. It proposes a close
connection between cognitions and emotional reactions, and assumes
that psychological disorders are primarily caused by absolutistic
demands towards oneself, the world and other people, rather than
by adverse outside events. Correspondingly, it aims at building
undogmatic, rational attitudes through structured, vivid and experience-based
school lessons. The present study analyses, whether REE can also
be effectively used with intellectually challenged pupils. The results
of an evaluation study involving 57 children and adolescents from
schools for slow learners show a general positive effect of this
training as well as an increased learning on an individual level.
Keywords: risk factors among slow learners, rational-emotive
education, evaluation of training, regression dicontinuity design
|