Heilpädagogische Forschung

 
Ist die Schule für Lernbehinderte überholt?
aus: Heilpädagogische Forschung Nr. 1 1991
von Lothar Tent, Matthias Witt, Wolfgang Bürger und Christiane Zschoche-Lieberum

Die pädagogische Wirksamkeit der Schule für Lernbehinderte (SfL) im Leistungs- und emotionalen Bereich, sowie im Arbeits- und Sozialverhalten wird in zwei vergleichbaren Gebieten mit deutlich verschiedener Sonderbeschulungsquote (SBQ) untersucht. An der Gesamtstichprobe (N=118) werden regionale und schulartspezifische Besonderheiten überprüft. Eine nach Kennwerten parallelisierte Stichprobe von (N= je 41) klärt ab, inwieweit die SBQ die Ausprägung der abhängigen Variablen beeinflußt. Netto-Effekte der Beschulungsart (SfL vs. Regelschule) soll eine Stichprobe von N= 18 streng parallelisierten Schülerpaaren aufdecken. Der Einfluß von Moderatorvariablen wird kontrolliert. Nur beiden Merkmalen "Prüfungsangst","Begabungsselbstbild" und "Einschätzung des Arbeitsverhaltens" deuten sich Vorteile der SfL an. Die Befunde werden im Hinblick auf die aktuelle Legitimationskrise der SfL diskutiert.

The educational effectivity of the special school for slow learners was examined by comparing achievement and emotional variables as well as aspects of working and social behavior in two areas with different quotas of pupils attending school. A total sample of 118 male and female slow learners was tested. Various moderator variables being controlled, two paralleled samples of N=41 and 18 pairs of pupils served to ascertain quota and schooling effects. Variables in favour of special schools were confined to test anxiety , self-concept of aptitude, and teacher ratings of working behavior. The results are discussed in view of the present debate on special schools 'raison detre'.

zur Übersicht des Jahrgangs 1991
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aktualisiert am 30.01.2003 0.08.2002
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