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Der Beitrag will das Bedingungsmodell, den Inhalt sowie die Umsetzungserfahrung
von Training kognitiver Fertigkeiten in praxisnaher Form wiedergeben.
Hierzu werden folgende Aussagen gemacht: Eine kognitive Retardierung
wird in einer handlungs- und kognitionstheoretischen Sichtweise
auf einen Mangel an metakognitiv-strategischen Vorgehensweisen,
auf spezifische inhaltliche Wissensdefizite sowie auf Mißerfolgsverarbeitungen
und die mangelnde Verfügbarkeit von Basisfertigkeiten zurückgeführt.
Das Training fördert vor allem die Ausbildung von metagkogniv-strategischen
Vorgehensweisen. Es bildet handlungsorganisierende Such-, Wahrnehmungs-
und Problemlösestrategien sowie die Fähigkeit aus, diese komplexeren
Abläufe durch Selbstanweisung zu steuern. Dieses Therapieelement
setzt das kognitive Modellieren sowie das Selbstinstruktionstraining
(Selbststeuerung des eigenen Handelns über "lautes Denken") ein.
Vor allen Dingen aber werden den Kindern allgemeine Problemlösestrategien
für das Vorgehen bei unbekannten Aufgaben vermittelt. Diese Inhalte
werden durch "Signalkarten" veranschaulicht, wobei diese spezifische
Handlungsschritte nahelegen (z.B. Was ist meine Aufgabe? Überprüfen?).
Die Therapie findet innerhalb von 8 Sitzungen statt (Lauth, 1988).
In jeder Sitzung wird ein didaktische Spiel als Aufgabe benutzt,
das unter Beachtung der Signalkarten von den Kindern bearbeitet
wird. Diese Spiele besitzen eine ansteigende Schwierigkeit; sie
reichen von der Zuordnung identischer Bildpaare über "Geschichten-Legen"
bis zur sozialen Konfliktregelung. Jede Problemlösung wird zuerst
vom Therapeuten unter konsequentem Einsatz der Signalkarten modellhaft
demonstriert. Dann werden die Kinder dazu angeleitet, diese Lösungsweise
im eigenen Handeln nachzuvollziehen, um die Aufgaben dann selbständig
unter Beachtung der vermittelten Lösungswege zu lösen (u.a. Selbstinstruierung,
Problemlösestrategien). Neben den Lösungswegen wird auch der Umgang
mit Fehlern und Frustrationen eingeübt.
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The learning and problem solving behavior of retarded children
is characterized by deficiencies of higher level strategies and
inadequate metacognitive mediation (e.g. strategies of memory, executive
control); poor ability to generalize due to the lack of cognitive
strategies; insufficient specific knowledge; restricted basic skills
(e.g. to discriminate visual stimuli) and motivational impairment
(e.g. failure orientation). Accordingly the intervention promotes
social-cognitive development and teaches mainly metacognitive skills
and learning or problem solving strategies. The present article
describes a training procedure, which is mediating such strategies
and metacognitive skills to retarded (IQ 65 - 85) and learning disturbed
children (age 6-10 years). It is based on a cognitive theory of
learning problems, using self-instructional training, problem solving
strategies, and mediation of transfer. The training concept and
it`s realization are deleinated in a practical manner. The results
of this training for learning disabled and learning disturbed children
are presented.
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