Heilpädagogische Forschung

 
Entwicklungsförderung in einem spiel- und handlungsorientierten Unterricht
aus: Heilpädagogische Forschung Nr. 1 1993
von Annemarie Fritz und Reinhard Keller

Vorgestellt wird das Unterrichtskonzept eines spiel- und handlungsorientierten Unterrichts für das 1. und 2. Schuljahr, der seit 1985 an Kölner Grundschulen (inzwischen in 32 Klassen) durchgeführt wird. Ziel des Konzepts ist der Erwerb von Planungsfähigkeit, der in einem 3-phasigen Aufbau vermittelt wird: 1. Kennenlernen der Handlungsbedingungen; Erwerb spezifischer Fertigkeiten; 2. Ausführung und Erweiterung vorgegebener Handlungspläne; 3. selbstständige Entwicklung von Handlungsplänen. Für den Erwerb metakognitiver Prozesse bietet das Rollen-, Phantasie- und Bauspiel einen selbstverständlichen und sinnvollen Handlungsrahmen. Ausgehend von den Spielhandlungen als Stufe der materiellen Tätigkeit sollen die Erfahrungen aus dem Spiel im Fachunterricht aufgegriffen, vertieft und auf andere Erkenntnisebenen übertragen werden.

A play-and-action-oriented teaching concept for the first and second class is presented which has been implemented in 32 classes of elementary schools in Cologne (Germany). The essential aim of our concept is the acquisition of planning capacity, mediated in three steps: 1. becoming acquainted with the conditions of the action field; acquisition of specific skills; 2. performing and expanding given plans; 3. developing metacognitive skills. Following action-oriented theories, play can be considered as a special type of materialistic action, from where on starting, the experiences can be transferred to the lessons in school.

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aktualisiert am 30.01.2003