Heilpädagogische Forschung

 
Was kennzeichnet isolierte Schwierigkeiten beim Rechtschreiben?
aus: Heilpädagogische Forschung Nr. 1 1994
von Christian Klicerpa, Barbara Gasteiger Klicpera und Alfred Schabmann

Im Rahmen einer Längsschnittuntersuchung über die Entwicklung der Lese-und Rechtsschreibfähigkeit von der 2. bis zur 8. Schulstufe wurden Gruppen von Schülern identifiziert, die entweder nur im Rechtschreiben, nur im Lesen, oder in beidem beträchtliche Schwierigkeiten zeigten. Die Analyse der Stabilität dieser Schwierigkeiten erwies, daß allein bei den Schülern mit isolierten Rechtschreibschwierigkeiten längerfristig die Chance bestand, diesen Rückstand aufzuholen. Eine qualifizierte Analyse der Rechtschreibfehler sowie eine differenzierte Testung der mündlichen Lesefähigkeiten ergab bedeutsame Unterschiede zwischen lese-rechtschreibschwachen Kindern und Kindern mit isolierten Rechtschreibschwierigkeiten, wobei sich das Leistungsprofil auch als prognostisch bedeutsam erwies.

In a longitudinal study, the development of reading and spelling abilities of school-children from the second to the eighth grade was assessed. Subgroups of pupils were found, who either had problems in reading, problems in spelling, or problems in both reading and spelling. Over a period of six years, only children, who initially showed isolated spelling problems were found to have a chance to overcome their difficulties. A qualitative analysis of spelling errors and a detailed testing of reading ability lead to the result that there are some meaningful differences between children showing isolated spelling problems and children with problems in reading and spelling. Within this analysis, the further development of spelling had to be taken into account.

zur Übersicht des Jahrgangs 1994
pic/blindgelb.gif (103 Byte)
zurück zum Kopf der Seite
aktualisiert am 30.01.2003