| Die vorliegende Studie hat das Ziel, Leseverständnis und
Behaltensleistungen von lernschwachen Kindern im Grundschulalter mit Hilfe des Einsatzes
von video-vermittelten Texten zu verbessern; der Einfluß unterschiedlicher
Ablaufgeschwindigkeiten von Video-Untertiteln wird untersucht. Mit Hilfe eines
Binnen-Designs werden Behaltensleistungen überprüft, nachdem ein Lesestoff über Videos
mit Untertiteln, deren Einblendung sich regulieren ließ, angeboten wird. Zwei Gruppen mit
insgesamt 158 leseschwachen Schülern der vierten, fünften und sechsten Klasse nahmen
teil, davon 18 Schüler an einer Pilotstudie und 140 Schüler am Hauptexperiment. Die
Schüler wurden nach Zufall drei experimentellen Bedingungen zugewiesen: Video mit
durchschnittlicher Ablaufgeschwindigkeit der eingeblendeten Untertitel, Video mit
verlangsamter Ablaufgeschwindigkeit, in Schriftform angebotener Text (ohne Video) als
Kontrollbedingung. Die Ergebnisse zeigen, daß unter den beiden Videobedingungen
signifikant mehr gelernt wird als unter dem traditionellen ,,Print"-Angebot.
Außerdem wird unter der Bedingung der langsameren Ablaufgeschwindigkeit signifikant mehr
behalten als bei durchschnittlicher Ablaufgeschwindigkeit. Die Ergebnisse legen nahe, daß
Leseschwächen mit videogestützten Lesecurricula besser entgegengewirkt werden kann als
mit traditionellen Printmedien. Bei der Produktion solcher Lernvideos sollte die
Ablaufgeschwindigkeit der Untertitel varriert und damit dem Lesestand von lernschwachen
Schülern angepaßt werden können. |
This study addresses regulating captioned videotape prompt
rates as a technological approach to improve reading comprehension and retention in
elementary school students with reading problems. It is a within factor experimental
design which examines retention of learning from closed-captioned videotape with regulated
prompt rates. Students were selected from a subject pool of 140 fourth, fifth, and sixth
grade students who had documented serious reading deficits; subjects were randomly
assigned to one of two experimental groups or the control group. Students were either in
an average-paced closed-captioned video, a slow-paced closed-captioned video, or printed
text (no video), which served as the control measure.
Results indicate significantly more learning occurs for those students using
closed-captioned video compared to those having traditional print materials. Additionally,
students assigned to the slow-paced prompt rate retained significantly more information
than those having the average-paced captioned video.
These results suggest educators can better help their reading deficient students by
choosing captioned video curriculum other than traditional print materials. Results also
suggest that video producers should take into consideration the prompt rate of their
captioned video materials and implement captioned prompt rates that are appropriately
paced for use in indusive classroom environments.
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