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Welche Effekte bringt das zusätzliche Einbinden von Lautgebärden
für den Leseunterricht bei Förderschülern?
aus Heilpädagogische Forschung Nr. 3 1997
Ergebnisse erster experimenteller Untersuchungen
Von Jürgen Walter, Frauke Malinowski, Nicole
Neuhaus, Tina Reiche und Miriam Rupp
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| Die vorliegenden beiden experimentellen Untersuchungen gehen
der Frage nach, ob das zusätzliche Einbinden von Lautgebärden, wie dies Dummer-Smoch und
Hackethal (1993) behaupten, in einem silbenorientierten Förderlehrgang für basales Lesen
einen für den Erfolg der Maßnahme entscheidenden Faktor darstellt. In den
Feldexperimenten wurden im Lesen sehr schwache Förderschüler zusätzlich mit
Lautgebärden (insgesamt N=20) bzw. ohne Lautgebärden mit zusätzlichem
Segmentiertraining (insgesamt N=20) unterrichtet. Beide Gruppen verbesserten sich durch
das Training erheblich. Sowohl direkt nach der Förderung als auch ca. sechs Wochen
später ergaben sich aber keinerlei statistisch signifikante differentielle
Methodeneffekte zwischen den Gruppen. Der entscheidende und zum Erfolg führende Faktor
bei silbenorientierten Lese-Förderlehrgängen scheint die Tatsache zu sein, daß den
Schülern dort visuell-phonologische Segmentier-Einheiten (Silben) angeboten und
Segmentierstrategien gelernt werden. Die zusätzliche Unterstützung durch Lautgebärden
scheint überflüssig |
In two field experiments, researchers investigated whether
slow learners are helped by sign language elements in basic syllable reading training as
maintained by Dummer-Smoch and Hackethal (1993). In order to gain experimental data
related to this research question, one sample of slow learners (N=20) received a training
in which these additional sign language elements were included, while a second group
(N=20) was trained with additional visual-phonological segmentation techniques instead.
Results showed dramatic increases in reading abilities for both groups, but immediately
after the training and six weeks later, no specific differences between the groups could
be shown. Adding sign language elements to the training does not seem to be a necessary
component for the training. Authors hypothesize that the success of basic syllable reading
training may be due to the fact that students learned visual-phonological segment units
(syllables) and word segmentation strategies. |