| In diesem Beitrag werden Merkmale des allgemeinen
Wissenschaftsbildes von Studierenden der Förderpädagogik untersucht. 40 Studierende der
Förderpädagogik der Universität Leipzig beschrieben ihr Wissenschaftsbild anhand einer
Eigenschaftsliste und einer Reihe von vorgegebenen Aussagen. Eine clusteranalytische
Auswertung der Daten ergab sechs dem Antwortverhalten zugrundeliegende Itemcluster, die
jeweils eine analytisch-konventionelle, pragmatisch-akzeptierende, humanistisch-kreative,
kritisch-abschätzige, vorsichtig-distanzierte oder eine weltfremd-elitäre Sicht, bzw.
Typisierung von Wissenschaft repräsentieren, denen die Befragungsteilnehmer in
unterschiedlichem Maße zustimmten. Eine abschließende Clusteranalyse identifizierte drei
Personengruppen mit unterschiedlichem Einstellungsprofil, wobei die Mehrheit der
Stichprobe einer Gruppe angehörte, die ein einerseits pragmatisch-akzeptierendes und
sogar humanistisch-kreatives Wissenschaftsbild besaß, das aber andererseits auch von
vorsichtiger Distanz geprägt war und mit einer starken Praxisorientierung einherging. Die
Ergebnisse werden vor dem Hintergrund der Debatte um die Wissenschaftlichkeit der
universitären Sonderpädagogik diskutiert. |
This paper presents results of a study
examining the view of science held by students of special education at the University of
Leipzig (Germany). 40 students rated a list of adjectives and statements about science.
Cluster analyses were performed, and six different viewpoints underlying students' answer
patterns were identified. Clusters can be categorized as analytic-conventional,
pragmatic-accepting, humanistic-creative, critical-disparaging, careful-distancing, and
unwordly-elitist. Subsequent cluster analyses identified three groups with a different
view of science. The majority of students belongs to a group which on the one hand views
science as humanistic-creative and pragmatic-accepting, on the other hand, however,
science is characterized by careful-distancing and a strong orientation toward practice.
The results are discussed with regard to the ongoing debate about the
scientific status of special education at German universities. |