Heilpädagogische Forschung

Der Grad der Hörschädigung des Kindes in seiner Bedeutung für das Belastungserleben der Eltern  
aus: Heilpädagogische Forschung Nr. 2 1998
Von Manfred Hintermair

Zusammenfassung

Der vorgelegte Bericht soll den Leser auf einen Teilaspekt im komplexen Prozeß der Behinderungsbewältigung von Eltern hörgeschädigter Kinder aufmerksam machen. Die Belastungssituation dieser Zielgruppe ist bislang im deutschsprachigen Raum weder theoretisch noch empirisch in zufriedenstellendem Ausmaß einer differenzierten Bearbeitung zugeführt worden. Der Grad der Hörstörung in seiner Bedeutung für elterliches Belastungserleben, worüber hier berichtet wird, stellt dabei lediglich einen kleinen Mosaikstein bei der systematischen Aufarbeitung dieses pädagogischen Handlungsfeldes dar. Die Befunde bestätigen in der Tendenz die Ergebnisse anderer Studien aus dem angloamerikanischen Raum, wonach die Eltern stark hörgeschädigter Kinder durch eine Reihe von Verhaltensweisen ihrer Kinder in ihrer erzieherischen Verantwortung sehr viel stärker gefordert werden als dies bei Eltern von leicht bis mittelgradig hörgeschädigten Kindern der Fall ist. Eine öffnung der Diskussion bezüglich der zum Einsatz kommenden kommunikativen Mittel in der Erziehung hörgeschädigter Kinder wird gefordert.

zur übersicht des Jahrgangs 98:
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aktualisiert am 30.01.2003