Heilpädagogische Forschung

 
Duale Verhaltensregulation und emotionale Regulation - Bemerkungen zu einer theoretischen Integration  aus: Heilpädagogische Forschung Nr. 4 1998
Von  Michael Fingerle

Die Theoriebildung zur emotionalen Regulation verlief bislang weitgehend getrennt von der Erforschung des Wechselspiels von emotionalen und kognitiven Teilprozessen in der Verhaltensregulation. In diesem Beitrag wird versucht, einen Ansatz zur Integration beider Forschungszweige aufzuzeigen. Dazu wird das funktionalgenetische Modell der Verhaltensregulation von Theo Gehm vorgestellt. In ihm wird zwischen zwei Regulationsmodi unterschieden, dem emotionalen und dem zielorientieren Modus, die im Rahmen eines dualen Regulationsmodus interagieren. Vor dem Hintergrund dieses Modells werden Aussagen zur Bindungstheorie und zu Strategien der emotionalen Regulation bzw. ihrer Entwicklung diskutiert und teilweise neu verortet.

Dual behavior regulation and emotional regulation - Remarks on a theoretical synthesis.

Research on emotional regulation has rarely been linked to research on functional interactions between emotional and cognitive subprocesses within the general regulation of behavior. This contribution is an attempt to integrate concepts from both fields. It is based mainly on the dualistic regulation model of Theo Gehm, who proposed the existence of both an emotional and a cognitive modus of regulation, both interacting within the procedural framework of a third, so-called dual, modus. Using Gehm's model as a framework, the author discusses attachment theory and strategies of emotional regulation, in particular, examining their development and contextualizing them in new ways.

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aktualisiert am 30.01.2003