| Das Denktraining für Jugendliche nach Klauer (1993a) richtet
sich an lernbehinderte Jugendliche mit dem Ziel, das induktive Denken als einen zentralen
Bereich intellektueller Prozesse zu fördern. Unsere Studie verfolgte das Ziel zu
überprüfen, ob sich für diese Klientel Unterschiede in den Trainingseffekten ergeben,
je nachdem, ob in leistungshomogenen Gruppen oder in leistungsheterogenen Gruppen
trainiert wird. Dazu wurden die N = 60 teilnehmenden Jugendlichen aus Förderschulen für
Lernbehinderte nach ihren Testwerten vor dem Training in leistungsheterogenen bzw.
leistungshomogenen Kleingruppen trainiert. Es zeigte sich, daß beide Gruppen vom
Denktraining profitierten, daß aber keine der Gruppen der anderen überlegen ist. In
einer angeschlossenen explorativen Studie ergaben sich Hinweise darauf, daß Booster- oder
Nachfolgesitzungen den positiven Effekt des Trainings noch verstärken können. Schlüsselwörter:
Kognitives Training; Leistungsgruppierung; Lernbehinderung; Trainingseffekte. |
Training in reasoning for youth: group
homogeneity and booster session.The training in reasoning for youth according to Klauer is
addressed to youths of about 14-16 years of age with a learning disability. The current
study deals with the question whether youths with a learning disability should be trained
in heterogenous or in homogenous groups according to their intelligence. Based on their
pre-training test scores N = 60 participants were divided into achievement-related
homogenous and heterogenous groups. It was shown that both groups improved their inductive
reasoning. There was no significant difference between the two trainings groups. In a
continuation of this study some months later a booster session shows some remarkable
effects. Key-words: cognitive training; achievement-related streaming; learning
disability; traininig impact. |