Heilpädagogische Forschung

 

Hochschuldidaktische Seite - Jahrgang 2000

Auf dieser Seite finden Sie Inhaltsfragen, die sich auf die Beiträge dieses Heftes der HEILPÄDAGOGISCHEN FORSCHUNG beziehen. Sie sollen der Eigenkontrolle der interessierten Leserschaft dienen, könnten jedoch auch Eingang in Seminare und Fernstudien finden.

Die Fragen sind entsprechend der Bloom’schen Taxonomie in ihrem Komplexitätsniveau unterschiedlichen Ebenen zuzuordnen, es handelt sich also z.B. um reproduktive, synthetisierende, anwendungsbezogene, vergleichende und wertungsbezogene Fragen.

Prof. Herbert Goetze

Fragen Heft 1 2000
Fragen Heft 2 2000
Fragen Heft 3 2000
Fragen Heft 4 2000
Fragen Jahrgang 2010
Fragen Jahrgang 2009

Fragen Jahrgang 2008

Fragen Jahrgang 2007
Fragen Jahrgang 2006
Fragen Jahrgang 2005
Fragen Jahrgang 2004
Fragen Jahrgang 2003
Fragen Jahrgang 2002
Fragen Jahrgang 2001
Fragen Jahrgang 2000
Fragen Jahrgang 1999

Heft 1 2000 Fragen zum Beitrag von Otto Speck
:"Sonderschulpädagogische Professionalität durch Qualitätsentwicklung"
1 Was kennzeichnet den Begriff der Qualitätsentwicklung?
2 Welche Gründe sprechen für die Notwendigkeit heilpädagogischer Qualitätsentwicklung?
3 Welche Probleme ergeben sich aus der Tatsache, dass im BSHG von ‚Bedürnisorientierung‘ die Rede ist, und davon, dass das Maß des Notwendigen nicht überschritten werden darf?
4 Wenn Sie Abbildung 2 analysieren, was meinen Sie, in welche einseitigen Richtungen hin die ‚Eckwerte sozialer Qualität‘ realiter heute ausgerichtet sind und welche Eckwerte eher vernachlässigt werden?
5 . Warum wird Specks Postulat der Bewertung vorhandener Strukturen durch fachliche Kompetenz und fachliche Kontrolle oft nicht eingehalten und durch externe Kontrollen ersetzt?
6 6.Diskutieren Sie Vorzüge und Probleme der bei den Modelle der Qualitätsentwicklung (Kontrollansätze, Reflexionsansätze).
7 . Wenden Sie den im Text (s.S. 13) abgedruckten verkürzten Fragenkatalog auf die Institution an, in der Sie arbeiten. Welche Konsequenzen sind aus Ihren Antworten zu ziehen?
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Fragen zum Beitrag von Christian Klicpera und Barbara Gasteiger-Klicpera:
"Häufigkeit und Merkmale von Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten unter Kindern mit nicht-deutscher Muttersprache"
1 Gibt es deutliche Hinweise in der bisherigen Literatur darauf, dass sich Kinder mit einer anderen Muttersprache beim Lesen- und Schreibenlernen in der für sie fremden Landessprache besonders schwer tun?
2 Welche Teilprozesse lassen sich bei der Aneig nung des Rechtschreibens unterscheiden und wie können diese erfasst werden?
3 Konnte die vorgestellte Untersuchung nachweisen, dass sich die Art der Schwierigkeiten, die das Lesen- und Schreibenlernen Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache bereitet, von jenen unterscheidet, die man bei schwachen Lesern und Rechtschreibern, die mit Deutsch als Muttersprache aufgewachsen sind, findet?
4 Welche Konsequenzen haben die Ergebnisse für die Konzeption der Förderung bei Kindern mit nicht-deutscher Muttersprache und Schwierigkeiten im Lesen bzw. Rechtschreiben?
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Fragen zum Beitrag von Heinrich Tröster:
"Erhalten Geschwister behinderter oder chronisch kranker Kinder zu wenig elterliche Zuwendung"
1 Erhalten Geschwister behinderter oder chronisch kranker Kinder zu wenig elterliche Zuwendung?
2 Worin liegen Risiken für die Geschwister behinderter oder chronisch kranker Kinder?
3 Welche Methoden werden eingesetzt, um Aufschlüsse über das elterliche Zuwendungsverhalten in Familien mit behinderten oder chronisch kranken Kindern zu gewinnen?
4 Wie unterscheidet sich das Zuwendungsverhalten der Eltern in Familien mit behinderten oder chronisch kranken Kindern von dem Zuwendungsverhalten der Eltern in Familien mit gesunden bzw. nichtbehinderten Kindern?
5 Welche Risiken ergeben sich aus dem elterlichen Zuwendungsverhalten für die Geschwister behinderter oder chronisch kranker Kinder?
6 Welche Ansätze gibt es, um den Gefährdungen vorzubeugen, die sich aus der Fokussierung der Eltern auf das behinderte bzw. chronische kranke Kind für die Geschwister ergeben?
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Fragen zum Beitrag von Frank Stöpel:
"Förderung von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen durch eine berufliche Tätigkeit"
1 Welches sind die für eine Rehabilitation wichtigen Erfahrungsmuster einer beruflichen Tätigkeit?
2 Wie stellt sich Rehabilitation aus dem Blickwinkel der Salutogenese dar?
3 Warum sind Arbeitsbedingungen, die allgemein als positiv beurteilt werden, nicht unbedingt für alle Menschen vorteilhaft?
4 Bewerten Sie sogenannte Einfacharbeiten für Menschen mit psychischen beeinträchtigungen.
5 Nennen Sie wesentliche Charakteristika, welche die Wirkung von Arbeitsplatzmerkmalen individuell verändern.
6 Welche Konsequenzen ergeben sich aus dem Dargestellten für die Begleitung von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen?
7 "Arbeit ist die beste Therapie". Nehmen Sie Stellung
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Heft 2 2000 Fragen zum Beitrag von Ulrich Elbing, Jan Glasenapp, Barbara Moschner und Ulrich H. Rohmann: Mikroanalyse wechselseitiger Nachahmungsprozesse ...
1 Welche entwicklungsfördernden Funktionen erfüllt das elterliche Spiegeln in der frühen Eltern-Kind-Beziehung?
2 Was soll Spiegeln in der Therapie mit Menschen mit geistiger Behinderung bei den Klienten bewirken?
3 Welche Rolle spielt die Dauer des Zeitfensters zur Einschätzung des intuitiven Charakters von Spiegelprozessen?
4 Diskutieren Sie Vor- und Nachteile der hier verwendeten computergestützten Analyse von Videobändern.
5 Behinderte Menschen mit Wahrnehmungsstörungen können ihre Therapeuten mit Latenzzeiten um 0.6 Sekunden spiegeln. Welche Konsequenzen hat dieser Befund für die üblichen Auffassungen von Wahrnehmungs- und Integrationsstörungen?
6 Welche Rolle kann stereotypes Klientenverhalten für die Spiegelqualität und -strategie des Therapeuten spielen?
7 Die Therapeuten können offenbar Änderungen der Kopfhaltung am schnellsten spiegeln. Welche Parallelen zu Forschungsergebnissen der frühen Eltern-Kind-Interaktion zeigen sich hier?
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Fragen zum Beitrag von Dagmar Hillenbrand und Christiane Hofmann: Neuere entwicklungspsychologische Erkenntnisse zur Genese der Objektpermanenz
1 Welcher typische Fehler zeigt sich in Suchaufgaben mit mehrfacher Verlagerung bei Kindern im Alter zwischen ca. acht bis zwölf Monaten? Wie erklärt Piaget dieses mangelhafte Suchverhalten?
2 Welche Annahmen trifft Spelke zur frühkindlichen Entwicklung im Gegensatz zu der Theorie Piagets?
3 Wie kann erklärt werden, dass ein vier Monate altes Kind nach einem Objekt greift, auch wenn der Raum vor Vollendung der Greifhandlung verdunkelt wird?
4 Inwiefern kommt dem Konzept Objektpermanenz eine entwicklungsdiagnostische Bedeutung zu?
5 Aufgrund welcher Annahmen erscheint eine Beschäftigung mit der entwicklungspsychologischen Forschung als sinnvoll für die Sonderpädagogik?
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Fragen zum Beitrag von Heinrich Tröster: Die Belastung der Geschwister behinderter Kinder ...
1 Mit welchen Methoden wird der Umfang von Betreuungstätigkeiten und Hausarbeit von Geschwistern behinderter Kinder erfasst?
2 Werden Geschwister behinderter Kinder stärker in die Betreuung ihres Geschwisters oder in die Hausarbeit miteinbezogen als andere Kinder?
3 Beeinträchtigt die Übernahme von Verantwortung für die Betreuung des behinderten Bruders bzw. der behinderten Schwester die Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeiten der Geschwisterkinder?
4 Welche Auswirkungen hat die Übernahme von Verantwortung für die Betreuung des behinderten Bruders bzw. der behinderten Schwester auf die Geschwisterbeziehung?
5 Welche Konsequenzen ergeben sich aus den Befunden für die psychosoziale Unterstützung von Familien mit behinderten Kindern?
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Fragen zum Beitrag von Christian Klicpera und Barbara Gasteiger-Klicpera: Zusammenarbeit Eltern Schule und Hausaufgabensituation in Familien mit lese- und rechtschreibschwachen Kindern
1 Welche Entwicklung weist die Hausaufgabensituation von der 2. bis zur 4. Klasse Grundschule auf?
2 Worin zeigen sich in der Hausaufgabensituation größere Belastungen in Familien mit lese- und rechtschreibschwachen Kindern?
3 Worin zeigen sich in Familien mit lese- und rechtschreibschwachen Kindern Probleme in der Kommunikation zwischen der Schule und dem Elternhaus?
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Heft 3 2000 Fragen zum Beitrag von Klaus Sarimski: "Kommunikative Fähigkeiten bei nicht-sprechenden Kindern aus Elternsicht"
1 Wie beurteilen die Eltern dieser Stichprobe die kommunikativen Fähigkeiten ihrer Kinder?
2 Welche problematischen Verhaltensweisen zeigen die Kinder dieser Stichprobe?
3 Wie sehen die zwischen problematischen Verhaltensweisen und kommunikativen Fähigkeiten gewonnenen Korrelationen aus?
4 Wie beurteilen Sie den Einsatz eines funktionalen Kommunikationstrainings auf dem Hintergrund dieser Ergebnisse?
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Fragen zum Beitrag von Walter Hussy und Annemarie Fritz: "Zur Validität des Zoo-Spiels, einem Test zur Planungsfähigkeit von Grundschulkindern"
1 Was versteht man unter Planungsfähigkeit?
2 Welche Aspekte der Planungsfähigkeit lassen sich unter scheiden?
3 In welchen größeren theoretischen Zusammenhang lässt sich das Konzept der Planungsfähigkeit einordnen?
4 Was versteht man unter Konstruktvalidität?
5 In welcher Form kann die Planungsfähigkeit die Schulleistungen mit bedingen?
6 Ersetzen oder ergänzen sich die Konzepte der Intelligenz und der Planungsfähigkeit?
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Fragen zum Beitrag von Jan Glasenapp, Ulrich Elbing, Barbara Moschner und Ulrich H. Rohmann: "Explorative Mikroanalyse von Prozessen der Beziehungsgestaltung ..."
1 Was ist das Ziel der Psychotherapie-Prozess-Forschung? Warum setzt sie zunächst am Einzelfall an?
2 Welches sind die möglichen Probleme bei der Erforschung von Psychotherapien für Menschen mit geistiger Behinderung?
3 Welchen Vorteil bietet die Visualisierung von Daten in Zeitreihen gegenüber der Berechnung von Mittelwerten? Welche Nachteile ergeben sich daraus?
4 Diskutieren Sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede hin sichtlich der Wichtigkeit der Beziehungsgestaltung in Therapien für Menschen ohne sowie mit geistiger Behinderung.
5 Was bedeutet es, wenn sich Klient und Therapeut wechselseitig nachahmen? Welche sensorischen, motorischen und kognitiven Voraussetzungen sind erforderlich?
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Fragen zum Beitrag von Henri Julius: "Aggressive Symptome bei sexuell mißbrauchten Jungen"
1 Welche Strategien zur Bewältigung sexueller Missbrauchserfahrungen liegen für Jungen nahe, die das klassische männliche Geschlechtsrollenskript internalisiert haben?
2 . Warum ist der Abbau aggressiver Verhaltensweisen bei sexuell mißbrauchten Jungen mittels verhaltensmodifikatorischer Interventionsformen möglicherweise kontraindiziert?
3 Welche Vorteile bietet ein flexibleres, weicheres Geschlechtsrollenskript für die Verarbeitung sexueller Missbrauchserfahrungen?
4 Wie könnte ein solches Skript konkret aussehen?
5 Wie könnte die geschlechtsspezifische Jungenarbeit in der Schule konkret aussehen?
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Heft 4 2000 Fragen zum Beitrag von Hermann Meyer:
"Angst in der Schule für Geistigbehinderte – Eine Studie zum Angstverhalten und Angsterleben von Schülerinnen und Schülern mit geistiger Behinderung"
1 Welche Merkmale kennzeichnen Angststörungen?
2 Wie hoch ist der Anteil der Schülerschaft der Schule für Geistigbehinderte, denen eine erhöhte bzw. starke Angstdisposition zugesprochen wird?
3 Nennen Sie die bei Menschen mit geistiger Behinderung eruierten Angstbereiche (Angstfaktoren) und geben Sie jeweils entsprechende Beispiele an.
4 In welchen Bereichen bzw. Situationen sind intensive Angstzustände geistigbehinderter Schüler eher häufiger, in welchen eher seltener zu beobachten?
5 Welche Fähigkeit scheint in besonderem Maße dazu beizutragen, dass geistigbehinderte Schülerinnen und Schüler ihre Ängste besser bewältigen, mit ihren Ängsten besser "umgehen" können? Wie kann diese Fähigkeit in der Schule entwickelt und gefördert werden?
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Fragen zum Beitrag von Andreas Maluck und Peter Melchers:"Validität, (Teil-)Leistungsdiagnostik und Förderansätze bei der Untersuchung geistigbehinderter Erwachsener mit der Kaufman-Assessment Battery for Children (K-ABC)"
1 Warum ist eine Diagnostik der Intelligenzstruktur bei geistig behinderten Erwachsenen sinnvoll?
2 Diskutieren Sie die Begriffe Intelligenzalter, Standardwert, Profilinterpretation.
3 Beschreiben Sie die Intelligenzkonzepte von K-ABC und HAWIE-R.
4 Welche Möglichkeiten bietet die K-ABC für die Diagnostik geistig behinderter Erwachsener?
5 Welchen interpretativen Nutzen hat die getrennte Beurteilung von Intelligenz und erworbenem Wissen und Können in der Leistungsdiagnostik?
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Fragen zum Beitrag von Michael Fingerle: "Lehrerratingskalen für adaptive psychische Ressourcen von Grundschulkindern – Faktorenstruktur und Reliabilitäten"
1 Aus welchen Teilskalen setzt sich der hier vorgestellte Fragebogen zusammen?
2 Zu welchen diagnostischen Zwecken ist das Verfahren geeignet?
3 Was versteht man unter ambivalenten Merkmalen?
4 Geben Sie ein Beispiel für ein ambivalentes Merkmal
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Fragen zum Beitrag von Rainer Oesterreich und Brita Schirmer "Schwierigkeiten von Menschen mit autistischer Behinderung beim alltäglichen Handeln aus der Sicht eines handlungstheoretischen Modells"
1 Beschreiben Sie in kurzer Form Beispiele, die Schwierigkeiten von Menschen mit autistischer Behinderung beim alltäglichen Handeln kenn zeichnen.
2 Welche Arten von nicht-körperlichen Behinderungen sind ähnlich wie Autismus mit Handlungsstörungen verbunden?
3 Kennzeichnen Sie Wahrnehmungsstörungen, die bei Menschen mit autistischer Behinderung zu ihren Schwierigkeiten beim alltäglichen Handeln bei tragen können.
4 Auf welche Art von Handeln bezieht sich das Modell "Netz erinnerbaren Handelns" (NEH- Modell), auf welche Arten nicht?
5 Wie sind im NEH-Modell Anfangs- und Endpunkte (a) für Handlungen und (b) für Operationen definiert, welche besonderen Fälle dabei gibt es jeweils?
6 Beschreiben Sie, ähnlich wie für die Handlung "Glas mit Mineralwasser füllen", eine Handlung, in der Krümel auf dem Fußboden mit Hilfe eines Kehrblechs und eines Handbesens beseitigt werden, einmal in einfacher und einmal in komplexer Form.
7 Welche zwei Arten von erfahrungsbasierten Prozessen resultieren in Vereinfachungen von Handlungsstrukturen? (Stellen sie dabei Bezüge zur ersten und zweiten Hypothese her.)
8 Kennzeichnen Sie mit Bezug auf das Konzept "Generalisierung des Handelns" unterschiedlich große Schwierigkeiten beim Umgang mit neuen Umständen.
9 Was ist der wesentliche Unterschied zwischen Routinisierung und Generalisierung des Handelns, und was die - gegenüber der Routinisierung - zusätzliche Grundlage der Generalisierung?
10 Welcher methodische Weg wird neben der experimentellen Methode für die Untersuchung von Handlungsstörungen bei Menschen mit autistischer Behinderung vorgeschlagen?
pic/blindgelb.gif (103 Byte)
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aktualisiert am 03.04.2010