Heilpädagogische Forschung

 

Hochschuldidaktische Seite - Jahrgang 2008

Auf dieser Seite finden Sie Inhaltsfragen, die sich auf die Beiträge dieses Heftes der HEILPÄDAGOGISCHEN FORSCHUNG beziehen. Sie sollen der Eigenkontrolle der interessierten Leserschaft dienen, könnten jedoch auch Eingang in Seminare und Fernstudien finden.

Die Fragen sind entsprechend der Bloom’schen Taxonomie in ihrem Komplexitätsniveau unterschiedlichen Ebenen zuzuordnen, es handelt sich also z.B. um reproduktive, synthetisierende, anwendungsbezogene, vergleichende und wertungsbezogene Fragen.

Prof. Herbert Goetze

Fragen Heft 1 2008
Fragen Heft 2 2008
Fragen Heft 3 2008
Fragen Heft 4 2008

Fragen Jahrgang 2010
Fragen Jahrgang 2009

Fragen Jahrgang 2008

Fragen Jahrgang 2007
Fragen Jahrgang 2006
Fragen Jahrgang 2005
Fragen Jahrgang 2004
Fragen Jahrgang 2003
Fragen Jahrgang 2002
Fragen Jahrgang 2001
Fragen Jahrgang 2000
Fragen Jahrgang 1999

Heft 1 2008 Fragen zum Beitrag von Christian Huber:
"Jenseits des Modellversuchs: Soziale Integration von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Gemeinsamen Unterricht – Eine Evaluationsstudie"
1

Wie soll sich die Heterogenität einer Lerngruppe aus Sicht der integrationspädagogischen Theoriebildung auf die soziale Integration von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf auswirken?

2

Begründen Sie die Wirkung der heterogenen Lerngruppe auf die soziale Integration von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf aus Sicht der integrationspädagogischen Theoriebildung?

3 Beschreiben Sie die Ergebnisse der internationalen Integrationsforschung im Vergleich zu Befunden deutscher Modellversuche.
4 Beschreiben Sie die Wirkung der heterogenen Lerngruppe auf die soziale Integration von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf auf der Grundlage des Modells der soziometrischen Statusgruppen nach Coie & Dodge (1988).
5 Beschreiben Sie die paradoxe Situation des Gemeinsamen Unterrichts vor dem Hintergrund der Wirkung der heterogenen Lerngruppe auf die soziale Integration in der vorliegenden Studie.
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Fragen zum Beitrag von Tobias Buchner und Oliver Koenig:
"Methoden und eingenommene Blickwinkel in der sonder- und heilpädagogischen Forschung von 1996 –2006 – eine Zeitschriftenanalyse"
1

Welchen Fragestellungen wurde in der vorliegenden Untersuchung nachgegangen?

2 Welcher Methode bedienten sich die Autoren in der vorliegenden Untersuchung?
3

Aufgrund von welchen Argumenten entschieden sich die beiden Autoren für die Verwendung dieser Methode?

4 Erläutern Sie das in der Untersuchung verwendete Kategoriensystem.
5 Geben Sie die zentralen Ergebnisse der Studie wieder.
6 Zu welchen Schlussfolgerungen kommen die Autoren anhand der Ergebnisse der Studie?
7 Diskutieren Sie die Schlussfolgerungen.
8 Stellen Sie ihre Sichtweise zum Erheben der Betroffenenperspektive und setzen Sie diese in Bezug zu den Aussagen im Artikel.
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Fragen zum Beitrag von Eberhard Grüning:
"Evaluation des Programms zur Erweiterung emotionaler Kompetenz (PEEK) bei Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung"
1 Welche Gründe werden für ein Programm zur Erweiterung emotionaler Kompetenz bei Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung im Beitrag angeführt?
2 Welche Komponenten umfasst der Begriff emotionale Kompetenz und wie ist er in der Relation zur geistigen Behinderung zu diskutieren?
3 Welche Grundstruktur des Programms zur Erweiterung emotionaler Kompetenz (PEK) bei Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung wird beschrieben?
4 Welche Aussagen lassen sich aus den Evaluationsergebnissen des PEK bzgl. der untersuchten Faktoren Zeitpunkt, Alter und Geschlecht und der Programmwirkung zu einzelnen Kategorien der Emotionsbewusstheit treffen?
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Heft 2 2008 Fragen zum Beitrag von Jürgen Walter:
"Curriculumbasiertes Messen (CBM) als lernprozessbegleitende Diagnostik: Erste deutschsprachige Ergebnisse zur Validität, Reliabilität und Veränderungssensibilität eines robusten Indikators zur Lernfortschrittsmessung beim Lesen"
1 Zählen Sie die Vorzüge auf, die nach Deno (1985) das curriculumbasierte Messen ausmachen.
2 Beschreiben Sie die beiden Wege zur Generierung von Aufgaben-Sets nach (Fuchs 2004), die als Indikatoren für Fähigkeiten und Fertigkeiten herangezogen werden können.
3 Welche Befunde hinsichtlich des Nutzens von CBM werden in dem Beitrag mitgeteilt?
4 Wodurch wird in der Untersuchung die Änderungssensibilität von CBM dokumentiert?
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Fragen zum Beitrag von Mario Gieske und Stefanie van Ophuysen:
"Erwartungen an den Übergang: Wie Schüler der Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Sprache den Wechsel zur weiterführenden Schule einschätzen."
1 Welche Bedeutung haben Schülererwartungen an die neue Schule für das Gelingen des schulischen Anpassungsprozesses?
2 Wie schätzen Förderschüler den Grundschulübergang im Vorfeld des Schulwechsels ein? Überwiegt die Freude auf den Schulwechsel?
3 Welche situationalen und personalen Merkmale beeinflussen die Erwartungsbildung hinsichtlich der Vorfreude und hinsichtlich der Besorgnis?
4 Wie lassen sich der unterschiedliche Einfluss von sozialer Angst und Prüfungsangst auf die Übergangsvorfreude und die Übergangsbesorgnis interpretieren?
5 Zeigen Sie, welche Unterschiede hinsichtlich der Übergangserwartungen zwischen Schülern, die zu unterschiedlichen Schulformen wechseln hinsichtlich Vorfreude und Besorgnis bestehen.
6 Diskutieren Sie, welchen Chancen sich für die Praxis im Vorfeld des Schulwechsels für eher besorgte Schüler ergeben.
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Fragen zum Beitrag von Heinrich Ricking:
"Die schulische Förderung von Metakognitionen und Lernstrategien im Kontext erschwerter Aneignungsprozesse"
1 Wie kann es gelingen mehr Selbstregulation bei Schülern mit Lernbeeinträchtigungen zu erreichen?
2 Welche Phasen bestimmen nach Zimmermann die Selbstregulation beim Menschen?
3 Charakterisieren Sie Merkmale erfolgreicher Lerner und Lernprozesse.
4 Finden Sie schulische Beispiele für den Einsatz von Organisationsstrategien und Wiederholungsstrategien.
5 Welche Aufgaben kommen Metakognitionen im schulischen Lernen zu?
6 Welche Bedeutung hat die Selbstwirksamkeitserwartung für die Selbstregulation?
7 Warum ist die Frage des Transfers beim Strategieeinsatz von hoher Relevanz?
8 Mit welchen Strategie bezogenen Hemmnisse haben Schüler mit Lernstörungen häufig zu tun?
9 Beschreiben Sie die Zusammenhänge zwischen Lernstrategien, Metakognitionen und dem Lern- und Arbeitsverhalten.
10 Welche Bedeutung haben Lernprozess begleitende Emotionen?
11 Warum sollten sich Schüler mit ihrem eigenen Lernverhalten auseinander setzen?
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Heft 3 2008 Fragen zum Beitrag von Paul Probst und Julia Spreitz:
"Empirische Studie zur Sozialen Validität des präventiven Trainingsprogramms Stepping Stones Triple P für Eltern von Kindern mit Entwicklungsbehinderungen"
1 Was verstehen die Autoren des Elterntrainings stepping stones Triple p (ssTp) (Sanders et al., 2004) unter „positiver Erziehung“? Wie lauten die Hauptziele, die das Elterntraining verfolgt? An welche Zielgruppen wendet sich das Programm?
2 Wie definieren und erläutern die Autoren des Elterntrainings Stepping Stones Triple p die Erziehungsstrategien „Stille Zeit“ und „Auszeit“? Unter welchen Voraussetzungen sollen diese Maßnahmen eingesetzt werden?
3 Welche ethischen, rechtlichen und pädagogisch-psychologischen Probleme ergeben sich aus der fachwissenschaftlichen Diskussion zur Methode der „Auszeit“ (Time-out)?
4 Was versteht man unter „sozialer Validität“ einer Interventionsmethode? Wie unterscheidet sie sich von der „internen Validität“?
5 Beschreiben sie den inhaltlichen Aufbau des Programms ssTp. Nennen sie zu jedem der 5 Bereiche in dem Elternbegleitvideo ein inhaltliches Element (Grundregel, Erziehungsstrategie, Empfehlung), das ihnen besonders relevant erscheint.
6 Beschreiben sie die 5 Intensitätsstufen des ssTp-Programms. Nennen Sie mögliche Gründe dafür, das präventive Elterntraining auf unterschiedlichen Stufen anzubieten.
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Fragen zum Beitrag von Lynne Sanford Koester, Marie Middleton, Meg Ann Traci und Birgit Klöhn:
"Von der Kindheit zum jungen Erwachsenenalter:
Entwicklungspsychologische Verläufe gehörloser Kinder"
1 Beschreiben Sie einige spezifische Verhaltensweisen, die von gehörlosen Eltern eingesetzt werden, um die Aufmerksamkeit und wechselseitige Kommunikation mit einem gehörlosen Säugling / Kind zu fördern.
2 Nennen Sie die wichtigsten Faktoren, die bei der Entscheidung für ein Cochlea Implantat berücksichtigt werden müssen.
3 Welche Empfehlungen sollten Eltern gehörloser Kinder im hinblick auf das Erlernen des Lesens ihrer Kinder erhalten?
4 Welchen Schwierigkeiten sind gehörlose Kinder in der Adoleszenz bei der Entwicklung einer gesunden Identität möglicherweise ausgesetzt und in welchem Zusammenhang stehen diese Schwierigkeiten mit der Schule und dem Kontakt zu anderen gehörlosen Personen?
5 Beschreiben sie die wichtigsten Faktoren, die hörenden Eltern helfen, den stress, den sie möglicherweise beim aufziehen eines gehörlosen Kindes erleben, zu bewältigen.
6 Welche Einflussfaktoren tragen zur Entwicklung der Theory of Mind (ToM) bei? Wie kann die Entwicklung der ToM bei tauben Kindern erleichtert / gefördert werden?
7 Wie könnten Erzieher oder Eltern die soziale Interaktion von tauben Jugendlichen fördern? Über welche Einflussfaktoren sollte bei gehörlosen Jugendlichen, die eine Regelschule für hörende Kinder besuchen, möglicherweise nachgedacht werden?
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Fragen zum Beitrag von Reinhard Kargl, Christian Purgstaller, Silvana Weiss und Andreas Fink:
"Effektivitätsüberprüfung eines morphemorientierten Grundwortschatz-Segmentierungstrainings (MORPHEUS)
bei Kindern und Jugendlichen"
1 Erläutern sie das Konzept der morphematischen Bewusstheit und erklären sie seine Bedeutung für den schriftspracherwerb.
2 Geben sie im Zusammenhang mit dem Aufbau des Schriftspracherwerbs an, was man handlungstheoretisch unter dem Begriff Rechtschreibstrategie subsumiert.
3 Was leiten sie aus den empirischen Befunden zu den unterschiedlichen Rechtschreibstrategien (alphabetisch, orthographisch, morphematisch) für die Wirksamkeit des vorliegenden Segmentierungstrainings ab?
4 Wo sehen sie die Auswirkungen einer gesteigerten morphematischen Bewusstheit auf die allgemeine Rechtschreibleistung?
5 Inwiefern ist es ihrer Meinung nach problematisch, insgesamt von einem morphematischen Training als generelle Methode zu sprechen?
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Heft 4 2008 Fragen zum Beitrag von J. Cholewa, S. Heber, W. Hollweg und S. Mantey:
"Die kognitive Neuropsychologie der Störungen des Schriftspracherwerbs"
1 Welches Bedingungsgefüge liegt nach kognitiv-neuropsychologischer Auffassung der Entstehung von Entwicklungsdyslexie und -dysgraphie zugrunde und welche Bedeutung kommt dabei der Unterscheidung zwischen distalen und proximalen Ursachen zu?
2 Welche Argumente werden von kognitiv-neuropsychologischer Seite gegen die Annahme angeführt, Entwicklungsdyslexie würde nahezu immer durch Defizite der phonologischen bzw. metaphonologischen Verarbeitung verursacht?
3 Anhand welcher Merkmale des individuellen Leistungsprofils können Lese- bzw. Schreibstörungen des phonologischen Typs und des Oberflächentyps voneinander unterschieden werden?
4 Welche distalen Ursachen werden auf der kognitiven Ebene als ursächlich für die Entstehung des Oberflächentyps einerseits und des phonologischen Typs andererseits diskutiert?
5 Aufgrund welcher Erwägungen und Beobachtungen werden in der kognitiv-neuropsychologischen Forschung modellgeleitete Einzelfallstudien gegenüber Gruppenstudien bevorzugt?
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Fragen zum Beitrag von Michael Grosche:
"Hausaufgaben, selbstreguliertes Lernen und aggressives Verhalten – Motivationale Handlungskonflikte und motivationale Interferenz in Hausaufgabensituationen bei Jugendlichen mit Verhaltensstörungen"
1 Welche zwei Funktionen sollen Hausaufgaben vor allem erfüllen?
2 Warum ist die Hausaufgabenzeit kein geeigneter Prädiktor für Schulleistungen?
3 Wie lauten die Aussagen der Theorie motivationaler Handlungskonflikte bezüglich Handlungskonflikten und Interferenz?
4 Warum ist die Erforschung der Hausaufgabenwirklichkeit für die sonderpädagogische Praxis wichtig?
5 Welche Defizite in der Hausaufgabenerledigung aggressiver Schüler wurden in der vorliegenden Studie gefunden?
6 Wie erklären sich diese Ergebnisse?
7 Aus welchen Gründen lässt sich die Forderung nach einer engeren Kooperation der Lern- und Erziehungshilfe rechtfertigen?
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Fragen zum Beitrag von Jan Kuhl und Judith Walther:
"Die Einstellung von Studenten unterschiedlicher Studiengänge zu Menschen mit geistiger Behinderung"
1 Beschreiben Sie die wesentlichen Aspekte des ein- und mehrdimensionalen Einstellungskonzept. Mit welchen Schwierigkeiten ist die Messung von Einstellungen verbunden?
2 Nennen Sie subjekt- und objektorientierte Größen bei der Ausprägung der Einstellung gegenüber Menschen mit Behinderung. Warum sind Menschen mit geistiger Behinderung im Vergleich zu Menschen mit einer anderen Behinderung am häufigsten von einer negativen Einstellung betroffen?
3 Wie werden Einstellungen erworben? Beschreiben Sie anhand einiger Beispiele, wie sich die Einstellung eines Kindes, welches im Alter von 4 Jahren neugierig und unvoreingenommen auf einen Menschen mit Behinderung zugeht, gegenüber Menschen mit Behinderungen entwickeln kann.
4 Was besagt die so genannte „Kontakthypothese“ im Hinblick auf die Einstellung einer Person gegenüber Menschen mit Behinderung?
5 Nennen Sie mögliche Gründe, warum die Jurastudenten im Vergleich zu den Pädagogik-, Psychologie- und Lehramtsstudenten den vergleichsweise niedrigsten Mittelwert in der Gesamtauswertung des MRAI-d erlangen.
6 Nehmen Sie Stellung zu der Aussage: „Solange sich die Einstellung gegenüber Menschen mit Behinderung nicht verbessert, macht die Integration von Behinderten in Kindergarten und Schule keinen Sinn.“
7 Sehen Sie Möglichkeiten, die Einstellung gegenüber Menschen mit (geistiger) Behinderung innerhalb der Bevölkerung zu verbessern? Welche Maßnahmen müssten dafür ergriffen werden, und welche Schwierigkeiten sind zu erwarten?
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aktualisiert am 03.04.2010